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Argumentation

 

Nach den Vorgaben der Nationalen Bildungsstandards für das Fach Geographie sollen Kommunikations- und Argumentationskompetenzen im Geographieunterricht vermittelt werden. Dadurch kann u. a. das Verständnis für komplexe geographische Zusammenhänge und die individuelle Meinungsbildung der SchülerInnen verstärkt werden. Die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Budke beschäftigt sich daher mit der theoretischen Modellierung und empirischen Erfassung von Kommunikations- und Argumentationskompetenzen. Aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte in diesem Themenfeld finden Sie hier.

Publikationen und Links:

Budke, Alexandra; Kuckuck, Miriam; Meyer, Michael; Schäbitz, Frank; Schlüter, Kirsten und Weiss, Günther (Hrsg.) (2015): Fachlich argumentieren lernen. Didaktische Forschungen zur Argumentation in den Unterrichtsfächern. Waxmann: Münster. http://www.pedocs.de/volltexte/2017/14021/pdf/Budke_et_al_2015_Fachlich_argumentieren_lernen.pdf

Budke, Alexandra; Kuckuck, Miriam und Schäbitz, Frank (2015): Argumentationsbewertungsbögen und Lautes Denken - Erhebung der geographischen Argumentationsrezeptionskompetenzen von SchülerInnen – In: Budke, Alexandra und Kuckuck, Miriam (Hrsg.): Geographiedidaktische Forschungsmethoden. Praxis Neue Kulturgeographie. Bd. 10. Berlin: Lit. S. 368-387

Budke, Alexandra (Hrsg.) (2012): Diercke - Kommunikation und Argumentation. Braunschweig.

 

Vergleiche auf der Grundlage von Argumentation in Geographieklassen am Beispiel der Kultur-Umwelt-Interaktion

 

Projektbeteiligte: Marine Simon, Alexandra Budke, Frank Schäbitz

Kooperationspartner: Teil des Sonderforschungsbereichs 806 “Our way to Europe”

Drittmittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

 

Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Verwendung des Vergleichs in der geographischen Bildung unter Verwendung von Themen der CRC-806 "Unser Weg nach Europa". Zu vergleichen ist eine zentrale Methode, um aus einzelnen Beobachtungen Schlussfolgerungen auf hoher Ebene zu ziehen. Es wird in den verschiedenen Schulsystemen umfassend gefördert. Es gibt jedoch kaum Beiträge zur konkreten tatsächlichen Nutzung des Vergleichs und zur reflexiven Umsetzung dieses Prozesses in den Geographieklassen. Das Projekt will diese Fragen angehen, indem es typische Formen des Vergleichs durch eine internationale Schulbuchanalyse kategorisiert, Schulmaterial anhand der Ergebnisse der CRC-806 testet und Richtlinien zur Förderung der Vergleichs- und Argumentationsfähigkeit der Schüler entwickelt.

Publikationen und Links:

Wilcke, H., & Budke, A. (2019). Comparison as a Method for Geography Education. Education Sciences, 9(3), 225. https://doi.org/10.3390/educsci9030225

CRC-806 “Our way to Europe”: https://crc806db.uni-koeln.de/start/

 

 

Multiperspektivität im Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Dina Vasiljuk, Alexandra Budke

Zeitraum: Start 2019

Multiperspektivität ist ein wichtiges Unterrichtsprinzip, um der monokausalen Betrachtung eines Sachverhalts entgegenzuwirken und so ein differenziertes Urteil bilden zu können. Dabei müssen verschiedene Standpunkte verstanden sowie andere Meinungen ausgehalten werden. Speziell die Fähigkeit des Perspektivenwechsels stellt eine Möglichkeit dar, um sowohl die eigene als auch andere Perspektiven zu verstehen und zu hinterfragen. Besonders die im Geographieunterricht behandelten Themen, die sich mit Konflikten verschiedenster Art und ihren jeweiligen Akteuren befassen, eignen sich für eine Umsetzung des Perspektivenwechsels mit Schülerinnen und Schülern. Daher wird zum einen untersucht, was in geographiedidaktischen Schulmedien unter Perspektivenwechsel verstanden wird und zum anderen, wie dieser im Unterricht umgesetzt werden kann.

 


 

Abgeschlossene Projekte

 

 

Planen im Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Veit Maier, Alexandra Budke

Zeitraum: abgeschlossen 2018

Raumnutzungskonflikte und daran anknüpfende planerische Lösungsvorschläge werden in demokratischen Gesellschaften weltweit öffentlich diskutiert. Um konstruktiv daran teilnehmen zu können, müssen künftige Generationen spezifisches Faktenwissen erwerben und sich diverse Kompetenzen aneignen. Im Rahmen der Arbeit wurde untersucht, wie räumliches Planen in Geographieschulbüchern behandelt, von SuS im Unterricht durchgeführt sowie von angehenden GeographielehrerInnen verstanden wird und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.

Publikation:

Maier, V. (2018): „Das alles und noch viel mehr...“ Untersuchungen von Planungsaufgaben aus Geographieschulbüchern, dem Planungsprozess von Schüler*innen im Geographieunterricht und dem Verständnis von angehenden Geographielehrer*innen bezüglich des räumlichen Planens. Dissertation. Köln: Universität zu Köln. https://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/8461

Maier, Veit und Budke, Alexandra (2016): The Use of Planning in English and German (NRW) Geography School Books. In: RIGEO (6) 1, S. 8-31. http://rigeo.org/rigeo-v6-n1-1/

Maier, Veit und Budke, Alexandra (2016): Politische Bildung durch Planungsaufgaben – Ein Vergleich deutscher und britischer Geographieschulbücher. In: Budke, Alexandra und Kuckuck, Miriam (Hrsg.; 2016): Politische Bildung im Geographieunterricht. Stuttgart. S. 187-197.

Maier, Veit und Budke, Alexandra (2017): Internationalization of Teacher education: A case study of dutch and german geography students´understanding of spatial planning. In: European Journal of Geography Volume 8, Number 5, S. 43 – 61. http://www.eurogeographyjournal.eu/articles/INTERNATIONALIZATION%20OF%20TEACHER%20EDUCATION(43-61).pdf

Maier, Veit und Budke, Alexandra (2018): Wie planen Schüler/innen? Die Bedeutung der Argumentation bei der Lösung von räumlichen Planungsaufgaben. In: GW-Unterricht. Bd. 149. S. 16-29 http://www.gw-unterricht.at/index.php/onlineausgaben/19-2017/60-149-2018.html

 

Implementation of argumentation in geography lessons in Vietnam

 

Projektbeteiligte: Than Tam Nguyen, Alexandra Budke

Zeitraum: abgeschlossen 2018

Die empirische Arbeit fokussiert sich auf die Bedeutung und Integration von Argumentationskompetenz in den Geographieunterricht in Vietnam. Untersucht wird dies durch eine Analyse vietnamesischer Geographieschulbücher, einer Analyse der Wahrnehmung und Einstellung von vietnamesischen Geographielehrkräften bezogen auf die Behandlung von Argumentation sowie einer Analyse der Argumentationsfähigkeiten von vietnamesichen GeographieschülerInnen.

Publikation:

Nguyen, Thanh Tam (2018). Implementation of Argumentation in Geography Lessons in Vietnam – an Analysis of Geography Schoolbook Tasks, Teachers’ Perceptions and Quality of Pupils’ Written Argumentation. Dissertation, Universität zu Köln. https://kups.ub.uni-koeln.de/8462/

 

Argumentieren als Methode zur Problemlösung

 

Projektbeteiligte: Sabrina Dittrich, Alexandra Budke

Kooperationspartner: Sonderforschungsbereich 806 "Our way to Europe"

Drittmittelgeber: DFG

Zeitraum: abgeschlossen 2017

Problemlösen ist eine der Schlüsselkompetenzen, die im Unterricht gefördert werden soll. Dazu bietet sich vor allem der Geographieunterricht an. Die Annahme besteht, dass Argumentation eine Methode zur Problemlösung ist. Aufgrund der scheinbaren Beziehung zwischen Problemlösen und Argumentieren ist es Ziel dieser Arbeit, diesen Zusammenhang zu erforschen. Dazu soll herausgestellt werden, wie der Prozess des Problemlösens abläuft, welche Rolle Agrumentation beim Problemlösen spielt und durch welche Kennzeichen sich starke Argumentationen auszeichnen.

Publikation:

Dittrich, Sabrina (2017): Argumentieren als Methode zur Problemlösung: Eine Unterrichtsstudie zur mündlichen Argumentation von Schülerinnen und Schülern in kooperativen Settings im Geographieunterricht. Dissertation, Universität zu Köln. https://kups.ub.uni-koeln.de/7548/

 

Komplexe Mensch-Umwelt-Systeme im Geographieunterricht mit Hilfe von Argumentationen erschließen

 

Projektbeteiligte: Beatrice Müller, Alexandra Budke

Zeitraum: abgeschlossen 2016

Durch das theoretische Konzept komplexer Mensch-Umwelt-Systeme wird die Trinkwasserproblematik beispielhaft an der werdenden Megacity Guadalajara (Mexiko) analysiert. Mensch-Umwelt-Beziehungen sind wesentlicher Gegenstand moderner Geographiedidaktik und -unterrichts. (...) In der vorliegenden Arbeit werden hierzu u.a. Modelle entwickelt, die als Messinstrumente für die Darstellung von komplexen Systemen in SchülerInnentexten dienen können.

Publikation:

Müller, Beatrice (2016). Komplexe Mensch-Umwelt-Systeme im Geographieunterricht mit Hilfe von Argumentationen erschließen - am Beispiel der Trinkwasserproblematik in Guadalajara (Mexiko). Dissertation, Universität zu Köln. https://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/7047

Budke, Alexandra und Müller, Beatrice (2015): Nutzungskonflikte am Rhein als komplexe Mensch-Umwelt-Systeme mit Hilfe von Argumentationen erschließen. In: Gryl, Inga, Kanwischer, Detlef und Schlottmann, Antje (Hrsg): Mensch:Umwelt:System. LIT: Berlin. S. 177-189.

 

Konflikte im Raum - Verständnis von gesellschaftlichen Diskursen durch Argumentation im Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Miriam Kuckuck, Alexandra Budke

Zeitraum: abgeschlossen 2014

Raumbezogene Konflikte werden u. a. durch Argumentationen von Akteuren und dem Diskurs darüber alltäglich produziert. SchülerInnen sollen mit Hilfe von Sprache Konflikte dekonstruieren und selber befähigt werden, ihre eigene Meinung argumentativ zu vertreten. In diesem Forschungsprojekt wurde mit Hilfe der Methode des Lauten Denkens erhoben, welche Kriterien SchülerInnen bei der Rezeption von Akteursmeinungen bei raumbezogenen Konflikten zur Bewertung anwenden. Ferner wurde das bestehende Kompetenzmodell nach Budke et al. (2010) überprüft. 

Publikation:

Kuckuck, Miriam (2014): Konflikte im Raum - Verständnis von gesellschaftlichen Diskursen durch Argumentation im Geographieunterricht. Monsenstein und Vannerdat. hgd; ISBN 978-3-95645-279-6