zum Inhalt springen

Sprachsensibler Geographieunterricht

 

Zum Verständnis geographischer Inhalte sind vielfältige sprachliche Kompetenzen notwendig: Geographische Fragestellungen müssen formuliert werden, Geomedien müssen entschlüsselt werden, um gesellschaftliche Diskurse zu dekonstruieren, Fachsprache sollte angewendet werden, Medien sollten reflexiv und kritisch beurteilt werden und geographische Argumentationen sollten verfasst werden. Die notwendigen sprachlichen Kompetenzen können in einem sprachsensiblen Geographieunterricht erworben werden, welcher die fachspezifischen sprachlichen Anforderungen für das Verständnis und zur Beantwortung geographischer Fragestellungen im Unterricht, ausgehend von den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt.

 

SpiGU ─ Sprachsensibel Lehren und Lernen im inklusiven Geographieunterricht: Unterstützungsformate beim materialgestützten argumentativen Schreiben

 

Projektbeteiligte: Sarah Schwerdtfeger, Alexandra Budke

Koopertationspartner: Alexandra Zepter, Diana Gebele (UzK, Deutschdidaktik)

Zeitraum: Start 2019

 

In diesem Projekt wird erforscht, wie Schüler*innen in einer inklusiven Sekundarstufe I die Fähigkeit erlangen können, Material im Geographieunterricht so zu nutzen, dass sie die Inhalte verstehen und sich ihr eigenes Meinungsbild machen können. Die Schüler*innen sollen lernen, ihre eigene Meinung in einer schlüssigen Argumentation sprachlich (schriftlich) zum Ausdruck zu bringen. Im Zuge des Projekts SpiGU sollen auf Basis der Erhebungsergebnisse Unterstützungsformate entwickelt werden, die das argumentative Schreiben fördern und den Schüler*innen dabei helfen, leichter das Unterrichtsmaterial zu erarbeiten.

Links und Material:

https://youtu.be/Mjh251wQ9ow

Unterrichtsmaterial zum Download


 

Abgeschlossene Projekte

 

 

Deutsch lernen mit Geographie

 

Projektbeteiligte:

Alexandra Budke, Frank Schäbitz und Michael Morawski

 

 

Lehrer*innen in integrativen Regel- und internationalen Vorbereitungsklassen stehen vor immensen sprachlichen und inhaltlichen Herausforderungen. Zum einen sollen die deutschen Sprachkompetenzen ausgebaut werden und zum zweiten soll geographisches Lernen stattfinden. Der Geographieunterricht arbeitet visuell, handlungsorientiert und mit diskontinuierlichen Texten wie Karten, wodurch er besonders für die Integration von sprachlichem und fachlichem Lernen geeignet ist. In dem Projekt „Deutsch lernen mit Geographie“ von Alexandra Budke, Frank Schäbitz und Michael Morawski wurden Materialen für den multilingualen Geographieunterricht entwickelt und evaluiert.

Publikationen:

Morawski, M.; Budke, A.; Schäbitz, F. & Reisch, J. (2017). Kooperative und begleitende Konzepte zur Sprachsensibilisierung und Sprachförderung im Fachunterricht Geographie: Geographisches Peer-Review, der Sprach-Checker, das Kulturtagebuch und das sprachbewusste Lexikon. In Budke, A. & Kuckuck, M. (Hrsg.). Geographische Bildung und Migration. S. 39–54. Stuttgart: Steiner.

Morawski, M.; Budke, A.; Schäbitz, F. & Reisch, J. (2017). Sprachsensibles Material für die Kartenauswertung in Vorbereitungsklassen und im sprachbewussten Geographieunterricht. In Budke, A. & Kuckuck, M. (2017). Geographische Bildung und Migration. S. 83–100. Stuttgart: Steiner.

 

Linguistic Awareness in Teacher Education Based on Geographical Media

 

Projektbeteiligte:

Alexandra Budke, Miriam Kuckuck, Magdalena Michalak

 

 

Alexandra Budke, Miriam Kuckuck und Magdalena Michalak (Deutschdidaktik) haben in diesem Forschungsprojekt die fachsprachlichen Fähigkeiten der Lehramtsstudierenden aufgedeckt und Wege für eine Professionalisierung in der Lehrerausbildung aufgezeigt. Erst wenn die angehenden Lehrkräfte selber über fachsprachliche Fähigkeiten verfügen, besteht die Möglichkeit diese produktiv im Unterricht einzusetzen.

Die Studierenden sollen dazu befähigt werden, sprachliche Konstruktionen zu erkennen, zu dekonstruieren und ihre symbolhafte Bedeutung zu entschlüsseln. Die Einübung und Verwendung der Fach-, Symbol- und Bildsprache in Geomedien steht dabei an erster Stelle.

Zur Website des UoC-Forum

 

Von und mit Sprache lernen - Förderstrategien für den sprachsensiblen Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Michael Morawski, Alexandra Budke

Zeitraum: abgeschlossen 2019

Die erhöhte sprachliche Heterogenität der SchülerInnen in Geographiestunden beeinflusst und verändert das Unterrichten und die Lehramtsausbildung. In diesem Kontext bedeutet Sprachbewusstsein in der Geographiedidaktik eine stärkere Fokussierung auf die sprachlichen Anforderungen im Geographieunterricht und auf Möglichkeiten, SchülerInnen dabei zu unterstützen, diese durchzuführen. (...) Die empirische Arbeit kann auch zur konzeptionellen Aufbereitung von sprachlichen Förderstrategien im bilingualen Unterricht dienen.

Publikation:

http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/9783

 

Inklusion im Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Stephan Langer, Alexandra Budke

Bildungsvergleichsstudien (PISA, IGLU u.a.) und Qualitätsprüfungen an Schulen zeigen den hohen Entwicklungsbedarf aller Fächer im Bereich der individuellen Förderung auf. Das bildungspolitisch gesetzte Ziel, den gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Sonderförderbedarf an allen Schulformen zu erweitern (UN-Behindertenrechtskonvention zu Inklusion), erfordert eine erhöhte Sensibilisierung aller Fachlehrkräfte für die Heterogenität ihrer Lerngruppen. Stephan Langer untersuchte in seinem Dissertationsprojekt "Auf dem Weg zu Inklusion im Geographieunterricht? – Heterogenität von SchülerInnen in Wahrnehmungs- und Handlungsmustern von GeographielehrerInnen" die durch subjektive Theorien beeinflusste Wahrnehmung von Heterogenität und das daraus resultierende unterrichtliche Handeln von GeographielehrerInnen. Im Sinne eines Mixed-Methods-Forschungsdesigns werden dabei sowohl qualitative als auch quantitative Methoden der empirischen Unterrichtsforschung im Rahmen von Befragungen und Unterrichtsbeobachtungen angewendet.