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Politische Bildung im Geographieunterricht

 

Viele Themen, die im Geographieunterricht behandelt werden, wie z. B. „Stadtplanungsprozesse“, „Probleme der Entwicklungsländer“ oder die „Grenzen Europas“, haben eine politische Komponente, welche bisher aber nur selten untersucht wurde. Uns interessiert die Offenlegung der politischen Dimension des Geographieunterrichts in aktueller und historischer Perspektive. In diesem Zusammenhang hat Prof. Dr. Budke bereits die Ideologische Erziehung im Geographieunterricht der DDR untersucht. Weitere Forschungsprojekte in diesem Themenfeld finden Sie hier.
 

 


 

Abgeschlossene Projekte

 

 

Planen im Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Veit Maier, Alexandra Budke

Zeitraum: 2013 - 2018

Raumnutzungskonflikte und daran anknüpfende planerische Lösungsvorschläge werden in demokratischen Gesellschaften weltweit öffentlich diskutiert. Um konstruktiv daran teilnehmen zu können, müssen künftige Generationen fallspezifisches Faktenwissen erwerben und sich Kompetenzen wie Analyse-, Argumentations- und Partizipationsfähigkeiten aneignen. Ein wichtiger Ort für die Vermittlung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten ist der Geographieunterricht. Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts wurde untersucht, wie räumliches Planen in deutschen und englischen Geographieschulbüchern behandelt, von Schüler*innen im Geographieunterricht durchgeführt sowie von angehenden deutschen und niederländischen Geographielehrer*innen verstanden wird und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können. Es erweisen sich räumliches Planen und Planungsaufgaben als fruchtbare Diskussionsanlässe in Geographieschulbüchern, im Geographieunterricht sowie in der Geographielehrer*innenausbildung und sie sollten daher stärker in den Fokus von Schulmaterial, Lehrer*innenausbildung, Unterricht und fachdidaktischer Forschung gerückt werden.

Publikationen:

Maier, V. (2018). „Das alles und noch viel mehr...“ Untersuchungen von Planungsaufgaben aus Geographieschulbüchern, dem Planungsprozess von Schüler*innen im Geographieunterricht und dem Verständnis von angehenden Geographielehrer*innen bezüglich des räumlichen Planens (Kumulative Dissertation, Universität zu Köln). https://kups.ub.uni-koeln.de/8461/ 

Maier, V., & Budke, A. (2018). Wie planen Schüler/innen? Die Bedeutung der Argumentation bei der Lösung von räumlichen Planungsaufgaben. GW-Unterricht, 149(1), 36–49. https://www.austriaca.at/0xc1aa5576_0x00376b6e.pdf

Maier, V., & Budke, A. (2017). Internationalization of Teacher Education: A Case Study of Dutch and German Geography Students’ Understanding of Spatial Planning. European Journal of Geography, 5(8), 43–61. http://www.eurogeographyjournal.eu/articles/INTERNATIONALIZATION%20OF%20TEACHER%20EDUCATION(43-61).pdf 

Maier, V., & Budke, A. (2016). The Use of Planning in English and German (NRW) Geography School Textbooks. Review of International Geographical Education Online, 6(1), 8–31. https://files.eric.ed.gov/fulltext/EJ1158034.pdf 

 

Wandel im Geographieunterricht

 

Projektbeteiligte: Kristina Rubarth, Alexandra Budke

Zeitraum: 2014 - 2019

Wie und warum verändern sich räumliche Strukturen? Die Frage nach dem Wandel durchzieht alle geographischen Themenbereiche, wie z.B. demographischer Wandel, Klimawandel und Strukturwandel, die sowohl wesentliche Inhalte der Fachwissenschaft als auch des Geographieunterrichts darstellen. Wandel ist jedoch nicht nur als ein relevantes Thema, sondern darüber hinaus auch als ein Metakonzept für das Verständnis von räumlichen Zusammenhängen zu bezeichnen. Im Rahmen des Dissertationsprojekts von Kristina Rubarth wurden vergleichende Betrachtungen zwischen wissenschaftstheoretischen Positionen sowie alltagsweltlichen SchülerInnenvorstellungen über raumbezogenen Wandel vorgenommen.